Montags-ABC: „J“

J wie Jagd.

Ich esse Fleisch und Fisch. Zwar um fast 80-90 Prozent weniger, als bis noch vor ein paar Jahren, aber ich esse es. Auch für ein einziges Würstchen müsste jedoch ein Tier sterben. Was wäre, wenn sich jeder sein Fleisch selbst jagen und erlegen müsste? Ich denke mal, dann hätten wir höchstens noch 10-20 Prozent Fleischesser. Der Rest wäre zumindest Vegetarier. Mich eingeschlossen.
Ich liebe Spanferkel, könnte aber niemals so ein Schweinchen töten und ausnehmen. Oder Lammkotelett. Never ever! Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Eigenartigerweise könnte ich aber Fische fangen, töten, ausnehmen und zubereiten. Ob das am fehlenden „Kindchenschema“ liegt? Aber Hühner haben das für mich auch nicht. Trotzdem könnte ich sie nicht …

Wie denkt ihr über das alles? Das würde mich wirklich mal interessieren.

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8 Gedanken zu “Montags-ABC: „J“

  1. Hey,
    ich esse auch Fisch und Fleisch. Nicht häufig, aber wenn, dann mit großem Appetit.
    Ich könnte mir genau wie du nicht vorstellen, ein Lamm, ein Schwein oder ein Rind zu töten. Ich finde sie alle niedlich. Weder Hühner noch Fische finde ich niedlich. Töten könnte ich sie aber dennoch nicht.
    Nun sind wir ja als moderne Großstadtmenschen zwar auf Jagen konditioniert, aber wir jagen hinter Terminen hinterher, hinter Konsum und so weiter. Wir haben nicht gelernt, Tiere zu jagen.

    Shalom aus Israel, Marianne
    alleinereisenjetzt.wordpress.com

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    • Guten Morgen, Marianne,
      vielen Dank für deinen Kommentar zu dem Thema. Es ist nicht so einfach, nicht wahr? Auf der einen Seite der Appetit und der Genuss … und dann wieder Massentierhaltung und die Quälerei der Tiere, nur um die Bedürfnisse aller zu befriedigen.
      ❤liche Grüße nach Israel …
      Gaby

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      • Hey,
        ja, das finde ich auch. Zuhause kaufe ich nur regionales Biofleisch, damit die Tiere wenigstens ein schönes Leben haben, bevor…
        Aber unterwegs und auf Reisen kann man das gar nicht durchhalten.
        LG Marianne

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  2. Da ich als Kind häufig zugeschaut habe wie Hasen und Hühner getötet wurden, um sie dann später als Mahlzeit auf dem Tisch in der Suppe oder als Braten wieder zu entdecken, ist für mich der Gedanke zumindest nicht fremd, dass Tiere getötet werden müssen, wenn sie als Nahrung dienen sollen. Ich selbst habe schon Hühner getötet, ausgenommen und anschließend zubereitet. Also ich weiß wie das ist, esse aber auch nur wenig Fleisch. Am schlimmsten finde ich Fleisch von Kälbern und Lämmern, aber ich esse es trotzdem gerne. An die armen Tiere darf ich dann aber nicht denken. Als Verbraucher und Fleischesser steckt man heutzutage ständig in einer Zwickmühle.

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    • Meine Eltern und ich hatten in den 50er/60 er Jahren unsere Wohnung auf einem Bauernhof. Ich kenne also das Schlachten von Hühnern, Gänsen, Schweinen und Kühen ebenfalls. Damals hat mir das kaum etwas ausgemacht. Je älter ich werde, umso mehr habe ich daran zu knabbern. Es kann natürlich auch daran liegen, dass man früher höchstens 1x pro Woche Fleisch auf dem Teller hatte und außerdem wusste, wie der Fleischlieferant gelebt hat und wie er getötet wurde. Mir machen heute nämlich hauptsächlich die Haltung, der Transport und die Tötung der Tiere zu schaffen. Da ist keinerlei Achtung vor diesen Lebewesen zu spüren.
      Meine Gewissensbisse werden also wohl bleiben … bei jedem noch so kleinen Stückchen Fleisch oder Wurst das ich esse!

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      • Da hast du recht. Unser Schwein wurde irgendwann vom Metzger abgeholt und ich wusste, nun wird es geschlachtet, aber vorher lebte es lange und glücklich bei uns auf dem Hof. Es stimmt auch, dass wir Menschen keinerlei Mitgefühl mehr haben und es allen sch…..egal ist wie die Tiere leben, jedenfalls den meisten, wenn ich mitkriege wie im Supermarkt Kilos von billigstem Schweine- und Geflügelfleisch gekauft werden. Ekelhaft. Ich finde auch die Käufer widerlich. Man ist, was man isst, das hat für mich auch Wahrheitsgehalt. Ich darf manchmal gar nicht dran denken, wie das Tier gelebt hat, von dem ich jetzt das Steak esse …… Aber ganz aufs Steak verzichten will ich halt auch nicht. Z.Zt. bestellen wir bei einer bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Wurst in Dosen und werden uns wohl von dort auch künftig das Fleisch liefern lassen. Nur zur Info gebe ich dir mal einen Link:
        http://www.besh.de/
        Das Fleisch ist dort drei- oder viermal so teuer, aber ich hoffe mal, dass die Tiere dafür ein einigermaßen gutes Leben hatten und die Wurst schmeckt super, ist nichts drin außer das, was in einer Wurst drin sein muss. Steht aber alles dabei. LG

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        • Danke für den Link. Werde ich mir nachher mal in Ruhe anschauen.
          Ich lasse mir seit vielen Wochen fast alle meine Lebensmittel von einem Biohof liefern. Ich habe zwar noch nie so viel für Lebensmittel ausgegeben wie seitdem, aber erstens schmeckt mir alles besser, zweitens weiß ich, was drin ist und drittens muss ich kein so furchtbar schlechtes Gewissen haben, wenn ich mir Fleisch oder Wurst bestelle. Auch für dich ein Link, wenn du mal schauen möchtest (auch wenn es für dich nicht passen wird): http://lotta-karotta.de/

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  3. Liebste Gaby,ein sehr interessantes Thema heute<3 Jeder hat wohl für sich zu entscheiden ❤ Wahrscheinlich kommt es auch darauf an ,wo man aufwächst,in Europa,in Indien,in Israel,jeder hat seinen Glauben,seine Traditionen :)Ich persönlich , habe meine Phasen,einmal so,einmal so…generell im Leben..ich bin auch Waage im Sternzeichen..das erklärt Alles :)die liebsten Grüsse

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